Nobody said it was easy...

Nach neuerem Stand der Forschung ist die reine Borrelieninfektion eine Seltenheit. Die Mehrheit der chronischen Patienten ist mit verschiedenen Pathogenen infiziert, die sich ebesno durch Zeckenbisse übertragen lassen wie die Borrelie. Die meisten Laborstudien hingegen beziehen sich auf reine Borrelioseinfektionen, die in der Wirklichkeit nur selten vorkommen. Vielleicht mag sich dadurch ein grosser Teil der Diskrepanz zwischen dem, was Forschungsberichte postulieren, und dem, was Borrelioseärtzte in der täglichen Praxis erleben, erklären.

Festzustehen scheint mittlerweile, dass

  • eine Borrelieninfektion tendentiell nicht alleine auftritt,
  • die Borrelieninfektion nicht ausheilen kann, solange andere Pathogene nicht gleichzeitig berücksichtigt werden,
  • alle typischen Koinfektionen grundsätzlich präzise differentialdiagnostische Beachtung finden müssen und
  • unter allen möglichen Kopathogenen Babesien, Bartonellen und Ehrlichien die häufigsten sind.
Dabei sollte bedacht werden, dass die genannten Pathogene einzeln, aber auch in beliebigen Kombinationen mit und ohne Borrelia übertragen werden können. Es sind bereits Zecken gefunden worden, die mit allen vier Erregern infiziert waren.
 
In Deutschland ist die zusammenhängende Betrachtung     von Borreliose und den typischen Kopathogenen noch ein recht unbeschriebenes Blatt. Dennoch sind die Pathogene immerhin bekannt und beschrieben. Anders als bei der Borreliose ist es auch glücklicherweise so, dass Experten verschiedener Länder sich bei der Diagnose und Behandlung relativ einig sind, woraus Betroffene Hoffnung schöpfen mögen.

Borrelioenetz Deutschland | info@borreliose.me