Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie hat in ihren Leitlinien das Phänomen der Neuroborreliose genauer beschrieben.  Sehr sorgfältig wird in dieser Veröffentlichung auf die Symptomatik eingegangen. Was die Diagnostik betrifft, wird hier mit erheblich anderen Forschungsergebnissen argumentiert als bei anderen Autoren und Gesellschaften. Eine Seropositivität für nahezu 100% aller Neuroborreliosepatienten, von der die Schrift beispielsweise zu berichten weiß, ist in vielen anderen Studien nicht zu finden. Auch was die Behandlung angeht werden nach wie vor auch bei chronischen Patienten Dauern von 2-3 Woche für ausreichend befunden. Längere Behandlungen führten angeblich nicht zu größerem Erfolg sondern zu größerer Gefährdung der Patienten. Es gibt jedoch insbesondere aus dem amerikanischen Raum eine Menge an Studien, die die Langzeitantibiose, wenn angemessen dosiert und begleitet, als Mittel der Wahl ansehen.

Bleibt zu fragen, ob die Studien, die die DGN zitiert, überhaupt in der Lage gewesen wären, Erfolge einer Langzeitantibiose zu dokumentieren, wenn in der amerikanischen Literatur alle entscheidenden Erfolge überhaupt erst jenseits der vierten Woche auftreten.

Dennoch ein lesenswerter Artikel: Leitlinien der DGN 2008: Neuroborreliose.

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